Lieber Leser, auf diesem privaten Reiseblog berichte ich über meine Erlebnisse und Eindrücke die ich auf meinen Reisen gemacht habe.

Wie es schon Goethe formulierte "Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen." Für mich ist Reisen, die Welt zu erkunden und sich treiben zu lassen. Neues zu entdecken und Horizonte zu erweitern.

Viel Spass beim lesen. Euer Jean-Pierre

Sonntag, 10. Juli 2016

Hoch zum Cole de Sommeiller 3. Tag Stella Alpina

Heute sind wir bei Zeiten aus unseren Schlafsäcken raus gekrochen. Haben wir doch was grosses vor. Wir wollen mit unseren GS auf Schotterwegen bis zum Cole de Sommeiller hochfahren. Erwin kochte das Wasser für unseren Kaffee und zum Frühstück gab es wieder unser Müsli. Meines heute mit Schokoladen-Splitter und Erwin hatte ja noch sein Müsli vom Vortag was er tapfer aufass.  Gut sind wir nicht all zu Früh losgegangen, denn wir hätten unsere GS nicht aus dem Motorrad-Knäuel rausgebracht. Gestärkt haben wir uns mit unseren GS auf den Weg gemacht. Für mich war diese bevorstehende Fahrt etwas neues und so hatte ich auch am Anfang so meine Gedanken gemacht. Circa 10 km Schotterwege und über 40 Kehren liegen vor uns bis zum Hochplateau, unserem Ziel, vor uns. Doch nach ein paar Meter und der vollen Konzentration auf das fahrerische sind diese sehr schnell wieder verflogen. Ich voraus und Erwin hinter mir ging es unserem Ziel entgegen. Am Anfang hatte es ziemlich Verkehr gehabt. Waren wir nicht die einzigen die das gleiche Ziel hatten. Und so war auch die Luft voller aufgewirbeltem Staub. Für Erwin ging die Fahrt doch ein wenig zu langsam voran und so überholte er mich und die vor mir herfahrenden Biker. In einer Kehre hat er das Ganze mit seinem Handy aufgenommen. Habe dies jedoch erst im letzten Moment realisiert. Auf der Hälfte der Strecke machten wir beim Verpflegungsposten Halt, den dort konnten wir unser T-Shirt und die Medaille vom Anlass erwerben. Und weiter ging es. Die Strecke wurde immer anspruchsvoller. Doch es machte mir immer mehr Spass, denn das Fahren auf diesen Gelände ging immer besser. Nein besser gesagt recht gut. Für Erwin ein vertrautes Gelände. Auf dem zweiten Teil zum Hochplateau hatte es nicht mehr soviel Bikes was das Fahren erleichterte. Vor einem Schneefeld hörte die Fahrt auf. Wir sind jetzt auf 2825 M.ü.M. Ist es nun wirklich zu Ende? Inspektion des Schneefeldes. Ja, für unsere GS geht es nicht mehr weiter. Wir genossen die Aussicht und das Panorama. Machten die Gipfel-Photos und wir beide hatten ein breites Grinsen im Gesicht. Geschafft!

Jetzt das ganze wieder retour. In einer der ersten Kehren mit vielen grossen Steinen wurde ich von einem entgegenkommenden Biker überrascht, sodass ich die Kehre sehr eng nehmen musste. Ich habe sie doch zu eng genommen und habe meine GS kurzerhand zwischen zwei Steinblöcke parkiert. Zum gefallen der anwesenden, stand meine GS wie ein Fahrrad in einem Fahrradständer. Mit Hilfe einem Biker konnte ich meine Weiterfahrt unter die Räder nehmen. Etwas weiter unten wollte Erwin eine Abkürzung nehmen. Steil den Hang hinauf. Doch leider schaffte er dies nicht und so legte er seine GS hin. Erwin versuchte seine GS wieder hochzukriegen und wieder zurück auf den Schotterweg zu bekommen. Doch hilfsbereite Biker hievten seine GS und ihn drauf wieder zurück auf den Schotterweg. Ausser das ein Blinker abgedrückt wurde hat es ihm und seiner GS nichts gemacht. Den Blinker konnte er wieder anschrauben. In einer der letzten Kehren musste ich kurz anhalten, was nicht ganz ohne Probleme von statten ging. Hatte ich rechts zu kurze Beine und so konnte ich meine GS nur mit Mühe und Hilfe von Erwin das Umfallen verhindern. Zufrieden und müde sind wieder zurück auf dem Zeltplatz angekommen.


Es war jetzt ca. 13 Uhr. Was machen wir jetzt? Kurz entschlossen haben wir uns entschieden unser Lager abzubrechen und die Heimfahrt anzutreten. Also alles wieder einpacken, Zelte abzubrechen und das Ganz auf unsere GS zu verpacken. Eine Stunde später war es soweit. Abfahrt runter nach Bardonecchia und weiter Richtung Susa und über den Col du Mont Cenis am bis nach Lanslebourg-Mont-Cenis gefahren. War eine sehr schöne und auch zum Teil eine kurvenreiche Strecke. Dort haben wir auf einem Zeltplatz unsere Zelte aufgestellt und seit zwei Tagen wieder eine warme Dusche genommen. Leider meinte das Wetter nicht so gut mit uns. Fing es kurz nachdem wir es uns vor dem Zelt gemütlich gemacht haben an zu regnen. Gut Hatte Erwin noch eine Blache bei sich, so konnten wir die Blachen zwischen den Motorräder und den Zelten aufspannen. Nun konnten wir bei starkem Regen unser Nachtessen wie gewohnt zubereiten und essen. Anschliessend haben wir noch einen Walk ins Dorf gemacht. Aber das Dorf war wie ausgestorben. Ist ja klar warum, Frankreich im EM-Final. In einem Restaurant haben wir noch ein Bier bestellt. Doch es ging nicht lange so mussten wir vor dem Regen uns unters Dach und dann noch ins Restaurant verschieben. Wir wurden von der Wirtin informiert, dass das Restaurant wegen dem Final in 15 Minuten geschlossen wird. Und so wurden wir in den Regen geschickt. Zum guten Glück hatte noch eine Take Away Pizzaria offen wo wir unterstehen konnte. Als der Regen etwas nachgelassen hat sind wir wieder zurück zum Zelt wo wir kurze Zeit später uns auf die Ohren legten.



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